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Rommel-Kaserne Dornstadt

Von 1962 an prägten 31 Jahre lang schwere Kettenfahrzeuge wie der "Leopard" und  der "Marder" das Soldatenleben in und um Dornstadt. Von 1993 bis Mitte 2014 waren Instandsetzungs- und Logistiktruppen die Hausherrn in der Kaserne. Seit Sommer 2014 haben Sanitäter das Sagen in der militärischen Liegenschaft. 

Die Geburtsstunde der rund 40 Hektar großen "Kaserne auf dem  Lerchenfeld" hat vor rund 55 Jahren geschlagen. Am 2. Januar 1962 rückten die ersten  Soldaten des Panzerbataillons 303 aus Münsingen kommend in die neuen  Unterkünfte ein. Wenig später folgte das Nachschubbataillon 210 aus Ulm. "In Dornstadt ist keine Kaserne alten Stils mit einer starren  Gliederung um einen Kasernenhof entstanden, sondern eine aufgelockerte  Anlage in einem Grünraum, die ebenso eine Großsiedlung mit  Feierabendhaus sein könnte", schrieb damals die Lokalzeitung. Im Sommer 1965 erhielt die militärische Liegenschaft den Namen Rommel-Kaserne.

1971 wurde das Panzerregiment 200 aus der Taufe gehoben, dem zwei  Bataillone vor Ort unterstellt waren. Vier Jahre später gliederte der  Verband in die Panzerbrigade 28 um. Mitte der 1970er-Jahre stieß die  Kaserne an die Grenzen ihrer Kapazität. Das Verteidigungsministerium  entschied, die "Rommel- Ranch", wie sie von den Soldaten liebevoll  genannt wird, um 22 auf 62 Hektar zu vergrößern.

Den Umbruch in der Deutschen Demokratischen Republik bekamen die  Soldaten hautnah mit. Von Anfang 1990 an mussten sie enger  zusammenrücken. Rund 200 Aus- und Übersiedler waren fast zweieinhalb  Jahre lang in der Turnhalle und in einem Unterkunftsgebäude  einquartiert.

Der politische Umschwung, die deutsche Wiedervereinigung und das Ende der Sowjetunion führten zu großen Veränderungen innerhalb der  Bundeswehr. Dabei traf es auch die Panzerbrigade 28, die im Frühjahr  1993 außer Dienst gestellt wurde. Kurz danach zog das neu aufgestellte  Instandsetzungsregiment 21 und für rund ein Jahr das Flugabwehrkommando 2 in Dornstadt ein.

Ende 1993 wurde es ernst. Zum ersten Mal in der Geschichte der  Kaserne mussten Soldaten aus dem Standort in einen Auslandseinsatz  außerhalb des Nato-Gebietes. Sie unterstützten die Vereinten Nationen im ostafrikanischen Somalia.

Nur drei Jahre lang existierte das  Instandsetzungsregiment 21. 1996 folgte im Rahmen des Programms "Neues  Heer für neue Aufgaben" das Logistikregiment 21, das wenig später die  Kennzahl 47 erhielt. Mitte 2014 wurde es aufgelöst. Es folgte das Lazarettregiment 41, dessen Soldaten Ende 2014 in das neu aufgestellte Sanitätsregiment 3 “Alb-Donau” wechselten.

Heute sind neben dem Sanitätsregiment 3 “Alb-Donau” unter anderem die Logistische Steuerstelle 6, Teile des  Bundeswehrdienstleistungszentrums Ulm,  das Sanitätsversorgungszentrum Dornstadt, die HIL Niederlassung Südwest  sowie das Kraftfahrausbildungszentrum Simulator untergebracht. Außerdem das Ausbildungs- und Simulationszentrum Sanitätsregiment 3.

In den vergangenen fünfeinhalb Jahrzehnten schauten immer wieder prominente  Gäste bei den Soldaten auf dem Lerchenfeld vorbei. So zum Beispiel die  Bundeskanzler Willy Brandt und Ludwig Erhard, der König von Nepal,  Birendra Bir Bikram Shah Dev, die Verteidigungsminister Volker Rühe,  Hans Apel, Georg Leber, Rupert Scholz und Manfred Wörner. Außerdem  US-Verteidigungsminister James R. Schlesinger, der Prinz von  Spanien, Juan Carlos, der im Kampfpanzer Leopard über das Lerchenfeld  bretterte, und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan,  dessen militärische Karriere 1966 in der Rommel-Kaserne begonnen hatte.


Kommandeure Regimenter / Brigaden:

 

Panzerregiment 200  
1971 bis 1974: Oberst Franz-Joachim Freiherr von Rodde
1974 bis 1975: Oberst Günter Baer

Panzerbrigade 28
1975 bis 1978: Oberst Günter Baer
1978 bis 1983: Brigadegeneral Erich Schwemmle
1983 bis 1990: Brigadegeneral Dietrich Rogler
1990 bis 1992: Oberst Rudi Ehninger
1992 bis 1993: Oberst Karl Georg Sasse

Flugabwehrkommando 2
1993 bis 1994: Oberst Ernst Antretter

Instandsetzungsregiment 21                                   
1993 bis 1993: Oberst Horst-Joachim Mostert
1993 bis 1996: Oberst Klaus-Jörg Heyner       

Logistikregiment 21 / 47 
1996 bis 1997: Oberst Herbert Hämmerle
1997 bis 2000: Oberst Hans-Georg Reiche
2000 bis 2001: Oberst Klemens-Karl Drescher
2001 bis 2005: Oberst Karl-Jürgen Klein
2005 bis 2010: Oberst Reinhard Neubauer
2010 bis 2014: Oberst Friedrich Karl Engelhardt

Lazarettregiment 41
2014 bis 2014: Oberfeldarzt Dr. Ingo Weisel

Sanitätsregiment 3 “Alb-Donau”
2014 bis 2016: Oberstarzt Dr. Thorsten Schütz
2016 bis heute: Oberstarzt Dr. Henning Armbrüster


Kommandeure Bataillone:
 

Panzerbataillon 303 / 210 / 282 / 281
1962 bis 1963: Major Gerhard Lange
1963 bis 1967: Oberstleutnant Eugen Wöhl
1967 bis 1968: Oberstleutnant Armin Schrotberger
1968 bis 1970: Oberstleutnant Hans-Joachim Mack
1970 bis 1975: Oberstleutnant Arnold Schabert
1975 bis 1979: Oberstleutnant Gerhard Bräunl
1979 bis 1981: Oberstleutnant Wolf Knedlik       
1981 bis 1981: Oberstleutnant Erich Rotzoll      
1981 bis 1984: Oberstleutnant Siegfried Weber
1984 bis 1985: Oberstleutnant Helmut Weggel
1985 bis 1991: Oberstleutnant Gert Mack

Nachschubbataillon 210   
1962 bis 1966: Oberstleutnant Günter Hoffmann
1966 bis 1968: Oberstleutnant Kurt Brünn
1968 bis 1969: Oberstleutnant Herbert Wunsch
1992 bis 1993: Oberstleutnant Werner Örtl
*Von Anfang 1969 bis Ende 1992 ist das Bataillon in Ulm stationiert

Nachschubbataillon 220 
1967 bis 1968: Oberstleutnant Kurt Brünn
1968 bis 1969: Oberstleutnant Herbert Wunsch

Panzerbataillon 284 / 304 / 220 / 284
1969 bis 1970: Oberstleutnant Kurt Medert
1970 bis 1975: Oberstleutnant Ernst Buhtz
1975 bis 1979: Oberstleutnant Erich Becker
1979 bis 1984: Oberstleutnant Manfred Burkart
1984 bis 1987: Oberstleutnant Siegfried Weber
1987 bis 1991: Oberstleutnant Klaus Müller
1991 bis 1992: Oberstleutnant Georg Rieger

Panzergrenadierbataillon 281 / 282 
1975 bis 1978: Oberstleutnant Peter Förster
1978 bis 1980: Oberstleutnant Fred Schulz
1980 bis 1985: Oberstleutnant Bernhard Wacker
1985 bis 1988: Oberstleutnant Horst Schopf
1988 bis 1992: Oberstleutnant Clemens Thelen

Transportbataillon 210  
1993 bis 1993: Oberstleutnant Werner Örtl
1993 bis 1995: Oberstleutnant Wolfgang Schönherr
1995 bis 1997: Major Uwe Anderssen

Instandsetzungsbataillon 220
1993 bis 1993: Oberstleutnant Hans Leo Koch-Schulte
1993 bis 1996: Oberstleutnant Klaus Geipel
1996 bis 1999: Oberstleutnant Günter Selbert
1999 bis 2002: Oberstleutnant Rainer Hoffmann
*S3-Offizier Oberstleutnant Roland Reisner löst im Frühjahr 2003 den Verband auf

Versorgungs- und Ausbildungszentrum 473 
2003 bis 2005: Oberst Ernst Günther Meinecke
2005 bis 2007: Oberst Thomas Hönig

Logistikbataillon 471
2003 bis 2004: Oberstleutnant Michael Gierse
2004 bis 2006: Oberstleutnant Klaus Krickl
2006 bis 2008: Oberstleutnant Peter Frank
2008 bis 2010: Oberstleutnant Markus Schneider
2010 bis 2011: Oberstleutnant Ralph Christian Meyer
2011 bis 2014: Oberstleutnant Martin Siegfried Ploppa

Ausbildungs- und Simulationszentrum Sanitätsregiment 3
2015 bis heute: Oberfeldarzt Dr. Hermann Knöller

 

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